Feist: „Europäische Medizinbehörde nach Leipzig holen“ 

EMADer Leipziger Bundestagsabgeordnete Thomas Feist (CDU) spricht sich dafür aus, die European Medicines Agency (EMA) nach Leipzig zu holen. Die Behörde ist für die Zulassung von Arzneimitteln für Menschen und Tiere in den EU-Staaten zuständig. Derzeit sitzt die EMA in London.

„Im Zuge des Brexits wird die EMA ihren Sitz in Großbritannien aufgeben. Wir sollten daher alles daran setzen, Leipzig zum neuen Standort der Behörde zu machen, denn schließlich haben wir hier beste Voraussetzungen: Das nötige know-how ist durch unser hervorragendes Universitätsklinikum vorhanden, dazu kommt die BioCity mit dem Fraunhofer Izi. Auch darüber hinaus sind wir infrastrukturell sehr gut angebunden, Leipzig ist also der ideale Standort“, so Feist, der auch auf die Vorteile für Leipzig und Mitteldeutschland hinweist.

„Natürlich würden unsere Stadt und die gesamte Region auch profitieren: Die EMA ist ein bedeutender Arbeitgeber und der Prestigegewinn für Leipzig kaum zu messen. Wir sollten daher alle Kräfte mobilisieren, um die EMA nach Leipzig zu holen“, so Feist.

Mit Hilfe der Leipziger CDU-Abgeordneten im Landtag und Stadtrat will Feist nun Ministerpräsident Tillich und Oberbürgermeister Jung als Unterstützer gewinnen.

Feist eröffnet internationale Konferenz für sauberen Sport

arhusDer Leipziger Abgeordnete Dr. Thomas Feist, CDU eröffnete am Montag im dänischen Århus eine Tagung zur Rolle der Politik im internationalen Sport. Organisiert wurde sie von der Parlamentarischen Versammlung des Europarates, in der Feist seit Kurzem das Gremium für Bildung, Jugend und Sport leitet.

„Bekenntnisse zur Ethik im Sport und sauberen internationalen Wettkämpfen gibt es fast ebenso viele wie spektakuläre Skandale um Doping oder Korruption. Daher ist es wichtig, dass hier in Århus erstmals das Internationale Olympische Komitee (IOC) und andere olympische Organisationen mit Staatsanwälten und Transparency International zusammentrafen“, betont Feist. „Unser Ziel ist es, zu klären, welche Rolle Politik zur Vorbeugung und Aufklärung von Rechtsverstößen im Spitzensport leisten kann. Hierfür ist grundsätzlich die Selbstverwaltung des Sports verantwortlich, jedoch bedarf es auch klarer politischer Zielvorgaben, um beispielsweise Korruption zu bekämpfen oder Journalisten zu schützen, die bei der Aufdeckung helfen. Gerade der Spitzensport neigt dazu, Strukturen zu bilden, in denen durch Geld Macht entsteht. Die Kontrolle von Macht wiederum ist Aufgabe unabhängiger demokratischer Institutionen, deren Einfluss es in diesem Zusammenhang zu stärken gilt. Im Austausch mit internationalen Experten konnte nun darüber beraten werden, welche Maßnahmen ergriffen werden sollten, um Sportverbände zu einer sauberen Praxis zu bewegen und dadurch Fairness und Integrität im Sport zu unterstützen und der Verantwortung vor den Sportlern und den Millionen (zahlender) Fans und Unterstützer gerecht zu werden.“ Über den Europarat werden wir die Ergebnisse unserer Tagung an die nationalen Regierungen weitergeben, um Verbesserungen anzustoßen, kündigt Feist an.

Partner der Veranstaltung war die vom dänischen Kulturministerium unterstützte Initiative „Play the Game“, deren Ziel die Stärkung von Ethik sowie die Förderung von Demokratie, Transparenz und Meinungsfreiheit im Sport sind.

Einblick in das Programm und die Inhalte der Anhörung gibt es hier.