„Auswärtige Kulturpolitik ist Politik für junge Menschen“

pm-20160929-auswaertige-kulturpolitik-politik-die-spass-machtIm Deutschen Bundestag wurde am Vormittag über den Bericht der Bunderegierung zur Auswärtigen Kultur- und Bildungspolitik diskutiert. Der Leipziger Parlamentarier Thomas Feist (CDU) nutzte die Gelegenheit, um den Wert der Kulturpolitik zu betonen.

„In einer repolitisierten Gesellschaft müssen wir vor allem jungen Menschen die Möglichkeit geben, sich zu engagieren. In Osteuropa, in den Nachfolgestaaten der Sowjetunion, schaffen wir das zum Beispiel mit Projekten zur Stärkung der Zivilgesellschaft und geben den Menschen die Möglichkeit, ihre Heimat demokratisch und gerecht wiederaufzubauen“, so Feist.

Der Leipziger Abgeordnete zeigte auch auf, dass Auswärtige Kultur- und Bildungspolitik auch in Deutschland erlebbar ist.

„Ein Instrument ist die internationale Sportförderung und in Leipzig haben wir mit den Internationalen Trainerkursen ein tolles Programm, das fachliche Ausbildung verbindet mit der Gelegenheit, Leipzig und Sachsen kennen zu lernen und sich über Kultur auszutauschen. Am Ende profitieren alle davon: die Leipziger und unsere Gäste – das ist Außenpolitik, die Spaß macht!“

Den jugendlichen Besuchern auf der Zuschauertribüne legte Feist nahe, sich für einen internationalen Jugendaustausch zu bewerben: „Wir haben in Deutschland mittlerweile zahlreiche Programme, die einen Aufenthalt im Ausland ermöglichen und die durch den Bundestag gefördert werden. Seit einigen Jahren gibt es etwa das vom Auswärtigen Amt geförderte Freiwilligkeitsprogramm „kulturweit“. Dieses Programm gibt jährlich 500 Menschen die Möglichkeit, nicht nur ins Ausland zu gehen, sondern dort zu arbeiten, wo in Wirklichkeit die deutsche Auswärtige Kultur- und Bildungspolitik geschieht. Sie arbeiten im Ausland in den deutschen Pasch- Schulen, im Goethe-Institut oder in der deutschen UNESCO Kommission, vermitteln dort ein differenziertes Deutschlandbild und kommen mit erweiterten Weltanschauung zurück. Ich halte das für sehr wichtig, denn nur wer einmal in einmal eine andere Kultur erlebt hat, kann sich einen wirklichen Eindruck machen“ beendete Feist seine Rede.

Kanzlerin empfängt Kleinen Katechismus in Blindenschrift

@Friedhelm Reimann
©Friedhelm Reimann

Der Leipziger Bundestagsabgeordnete Thomas Feist (CDU) und der Direktor der Deutschen Zentralbücherei für Blinde in Leipzig, Prof. Thomas Kahlisch, haben Bundeskanzlerin Angela Merkel Luthers Kleinen Katechismus in Blindenschrift überreicht. Die Übertragung des Werkes in die Braille-Schrift erfolgte durch die Leipziger DZB mit Unterstützung durch die Evangelische Kirche in Deutschland. Feist und Kahlisch wollen damit auf die Tätigkeit der Blindenbücherei aufmerksam machen.

„Mit der Übergabe an die Bundeskanzlerin wollen wir vor allem ein Zeichen setzen. Die Zentralbücherei für Blinde macht eine herausragende Arbeit, die leider nicht genug Würdigung erfährt. Dabei überträgt die Leipziger Bücherei Schriften und Notenwerke in Braille-Schrift und ermöglicht damit Sehbehinderten erst das, was vielen von uns so selbstverständlich ist: Das Lesen“, so der Abgeordnete Feist, der das Projekt initiiert hatte.

Auch bei der Auswahl des Buches, das die Kanzlerin erhalten sollte, hat Feist maßgeblich Einfluss genommen.

„Im kommenden Jahr feiern wir 500 Jahre Reformation. Besonders Mitteldeutschland war dabei ein wichtiger Handlungsort. Umso schöner ist es, dass heute – ein halbes Jahrtausend nach der Reformation – die Blindenbücherei in Leipzig mit der Übertragung des Kleinen Katechismus auch Sehschwachen Menschen das Lesen dieses Standardwerkes ermöglicht“ erklärt Feist.

Feist wird Schirmherr für Notenprojekt der DZB

notenpatenschaftAls Schirmherr unterstützt der Bundestagsabgeordnete Thomas Feist (CDU) das Notenpatenschaftsprojekt der Deutschen Zentralbücherei für Blinde (DZB) in Leipzig. Die DZB überträgt Noten in die Brailleschift, um sie auch blinden und sehbehinderten Menschen zugänglich zu machen. Dafür sucht die Bücherei noch Unterstützer.

„Die Deutsche Zentralbücherei für Blinde und ihr Förderverein haben hier ein hervorragendes Projekt auf den Weg gebracht und bereits mehr als 6000 Notenwerke in die Brailleschrift übertragen können. Das ist aller Ehren wert, gleichzeitig macht das aber nur einen Bruchteil der verfügbaren Musikalien aus“, so Thomas Feist.

Analog der Übertragung von Schriftzeichen werden auch Noten in die 6-Punkte-Schrift übertragen. Blinde und sehbehinderte Musiker können die erhaben gedruckten Noten dann mit den Händen lesen.

„Als Musiker und Musikwissenschaftler unterstütze ich das Vorhaben der DZB natürlich gerne und hoffe darauf, dass sich noch viele weitere Förderer finden. Ich selbst habe schon Kontakt zur GEMA-Stiftung und dem Deutschen Musikrat aufgenommen, um die Übertragung der Noten voranzubringen. Noch sind 98% aller Noten nicht für blinde Musiker zugänglich – mit den Notenpatenschaften werden wir aber weitere Noten zugänglich machen“ hofft Feist auf zusätzliche Unterstützer.

Informationen zu den Notenpatschenschaften sind hier.

Bund fördert Modernisierung des Museums für Völkerkunde

grassiMit insgesamt 45.250 Euro fördert der Bund das Museum für Völkerkunde in Leipzig. Das Museum hatte die Mittel für sein Projekt zur Modernisierung des Flügels für Dauerausstellungen beantragt. Der Bundestagsabgeordnete Thomas Feist (CDU) konnte die Hausleitung über die Fördermittelzusage informieren:

„Die Förderung durch den Bund ist immer auch eine Bestätigung für die gute Arbeit, die vor Ort geleistet wird. Umso schöner ist es, dass das Museum für Völkerkunde hier in Leipzig bei seinem Modernisierungsprojekt unterstützt wird und das Haus nun weiter entwickelt werden kann“ so Feist.

Die Fördermittel sind im Haushaltsjahr 2016 im Bundesprogramm „Investitionen für nationale Kultureinrichtungen in Ostdeutschland“ eingeplant.

Feist: Schulstart ist Lesestart!

Stiftung_Lesen_-_BMBF_-_Markus_LutzDer Leipziger Bundestagsabgeordnete Dr. Thomas Feist weist in seiner Eigenschaft als Mitglied im Kuratorium der Stiftung Lesen auf den Start der dritten Phase des Programmes „Lesestart – Drei Meilensteine für das Lesen“ hin.

Derzeit erhalten alle Grundschulen in Sachsen aber auch den anderen Bundesländern die aktuellen Lesestart-Sets für Erstklässler. Darin enthalten sind Lesestart-Stofftaschen mit dem altersgerechten Lesestart-Buch „Die Schule der magischen Tiere“ (für Sachsen) und einem mehrsprachigen Vorlese-Ratgeber für Eltern. Die Lektüre ist eigens für das Lesestart-Set entwickelt worden und auf die verschiedenen Lesekompetenzen von ABC-Schützen abgestimmt.

„Lehrerinnen und Lehrer aller Erstklässler werden so in der Lage sein, ihren Schützlingen ein persönliches Starterset zu überreichen. Es soll dabei helfen, Vorlesen und Erzählen in den Alltag von Familien zu integrieren und bei Kindern den Spaß am Lesen zu wecken. Denn trotz digitaler Medien bleiben Lesen und Schreiben die Grundlagen gelungener gesellschaftlicher Teilhabe. Mit dem Lesestart wird auch die Basis für eine gesunde Medienkompetenz gelegt, die es Kindern und später Jugendlichen erlaubt, selbstbestimmt durch die Tiefen und Untiefen veröffentlichter Inhalte zu navigieren und sich eine eigene Meinung zu bilden“, betont Bildungspolitiker Feist.

Das Programm wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung finanziert und von der Stiftung Lesen durchgeführt. Weitere Informationen auch zur praktisch Anwendung im Unterricht und zu Hause finden sich auf der Lesestart-Seite.

image by © Stiftung Lesen/BMBF/Markus Lutz