Bund fördert Teilhabe Schwerbehinderter

Für drei Jahre fördert der Bund ein Projekt zur Teilhabe schwerbehinderter Menschen am Arbeitsleben der Berufsbildungswerk (BBW) Leipzig gGmbH, meldet der Leipziger Abgeordnete Dr. Thomas Feist. Geber der Mittel in Höhe von rund 717.000 Euro ist das Bundesarbeitsministerium (BMAS).

„Wenn wir in unserer Gesellschaft von Potenzialen sprechen, denken wir oft vor allem an die Leistungsspitze und weniger an die Fähigkeiten, die Menschen mit Behinderungen mitbringen. Diesen Fähigkeiten stellt das BBW mit Hilfe des Bundes nun Möglichkeiten zur Seite, um die Sprachkompetenzen behinderter Jugendlicher individuell zu fördern. Das ermöglicht ihnen wiederum bessere Chancen in Schule, Ausbildung und Beruf. Als Vertreter der Auffassung, dass eine solide Ausbildung immer ein richtiger Weg in ein eigenständiges Leben ist, kann ich den Ansatz des BBW Leipzig nur unterstützen. Ausbildung muss für alle eine Option sein, eben auch für junge Leute mit Handicap“, fordert Feist. „Das unterstützen wir aus der CDU/CSU-Fraktion derzeit auch mit einem eigenen Antrag, der Schwerbehinderten u.a. durch mehr Plätze in Integrationsbetrieben bessere Einstiegschancen in den ersten Arbeitsmarkt verschaffen soll“, ergänzt der Unionsmann.

„Durch die BMAS-Förderung können wir – gemeinsam mit unseren Kooperationspartnern an den Universitäten Leipzig und Halle – gezielt modernes pädagogisches Handwerkszeug entwickeln.“ erklärt Dr. Susanne Wagner vom Berufsbildungswerk Leipzig. „Projektziel des „Leipziger Sprachinstrumentarium Jugend (LSI-J)“ ist es, dass die schulische und berufliche Bildung ganz individuell an die sprachlichen Möglichkeiten der Jugendlichen angepasst werden kann. Als BBW für hör- und sprachgeschädigte Jugendliche können wir in diesem Projekt unsere Kompetenzen für die Bildung von Jugendlichen mit eingeschränkter Deutschkompetenz einbringen, ausbauen und dann auch bundesweit zur Verfügung stellen.“

„Kultur macht stark“ geht in neue Runde

10960165_10153035467877488_1817091085062474741_shBundesbildungsministerin Professor Johanna Wanka verkündete heute die Fortsetzung des erfolgreichen Programms „Kultur macht stark“ über das Ende der ersten Förderperiode 2013–2017 hinaus. 230 Millionen  Euro stellt der Bund dafür zur Verfügung.

„Mit der Forderung, kulturelle Bildung als Bildung anzuerkennen und von Bundesebene aus zu fördern, bin ich 2009 in den Wahlkampf gezogen. Mit engagierten Kollegen und Verbänden sowie dem Ministerium konnten wir dann im parlamentarischen Prozess ein Programm aufsetzen, von dem bis heute 360.000 Kinder und Jugendliche profitiert haben. Gerade junge Menschen aus schwierigen sozialen und ökonomischen Situationen, die nicht mit kultureller Bildung in Berührung kommen, konnten so an Projekten der bundesweit 4.700 Bündnisse für Bildung teilnehmen.

Im Bundestag liegt es nun an uns, einen verlässlichen finanziellen Rahmen für die neue Förderrunde zu schaffen. Mit dem Rückenwind der Erfahrungen aus der ersten Programmphase werden wir „Kultur macht stark“ noch weiter verbessern. Ich freue mich auf diese Aufgabe“, erklärt dazu der Leipziger Abgeordnete Thomas Feist.

Weitere Informationen über Bündnisse für Bildung im Rahmen des Programms „Kultur macht stark“ in Leipzig finden sich hier auf der interaktiven Karte.