Heute präsentierte Bundesbildungsministerin Prof. Wanka den Berufsbildungsbericht 2016. Neben verbesserten Ausbildungs-chancen für Jugendliche zeigt sich, dass Angebot und Nachfrage weiter auseinanderdriften.

Ausschuss_3w„Nüchtern betrachtet, setzt sich der Trend fort, den uns die Berichte der letzten Jahre aufwiesen. Die Chancen von Jugendlichen auf Ausbildung verbessern sich rechnerisch weiter, da mehr Plätze als Bewerber da sind. Hingegen gehen vielen Firmen, gerade den kleinen, die Azubis aus – immer weniger Betriebe bieten daher eine Ausbildung überhaupt an. Zugleich wissen viele Jugendliche nicht, welche Berufe ihnen offenstehen oder ihr Traumberuf ist nicht am Heimatort verfügbar. Die Konsequenz waren 2015 rund 41.000 offene Ausbildungsplätze und rund 20.700 unversorgte Bewerber“, fasst Dr. Thomas Feist MdB, zuständiger Berichterstatter der CDU/CSU-Fraktion im Bundestag, die Megatrends zusammen.

„Hier steuern wir politisch bereits seit Jahren – und mit einigem Erfolg – dagegen. So ist die Zahl der Haupt- und Realschulabsolventen seit 2005/06 um 22 Prozent gesunken, die Zahl der Ausbildungsabschlüsse jedoch „nur“ um 9 Prozent. Den demografischen Faktor müssen und werden wir gemeinsam mit der Wirtschaft weiter durch eine Attraktivitätssteigerung der dualen Ausbildung abzufedern versuchen. Die von uns angeregte verbesserte Berufsorientierung an allen Schulen ist hierzu einer der wichtigsten Hebel. Maßgeschneiderte Programme für Betriebe, für Jugendliche mit schlechten Startchancen, für Studienumsteiger und für junge Leute mit Migrationshintergrund oder Zugewanderte helfen darüber hinaus, Potenziale zu heben und Karrieren in der beruflichen Bildung anzustoßen. Denn diese hat jeder verdient, der bereit ist, sein Leben in die eigenen Hände zu nehmen.“

Den Bericht des Bundesministeriums für Bildung und Forschung finden Sie unter: https://www.bmbf.de/pub/Berufsbildungsbericht_2016.pdf.